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22. Januar 2015

Rote Bete mit Joghurt


Heute gibt es ein Rezept für euch, das es nicht ins Kochbuch geschafft hat. Das liegt natürlich auf keinen Fall daran, dass es nicht schmeckt! Wir haben es nicht mit aufgenommen, weil es zu einfach ist. Hört sich jetzt blöd an, ich weiß, aber das Rezept geht in der Tat schlicht weg so: 

Rote Bete kochen und in Scheiben schneiden (oder vakuumierte nehmen), etwas Joghurt (3,5 % Fett) darüber geben. Mit frischem Dill garnieren, ein paar Spritzer Olivenöl darauf geben. Pfeffern, salzen. Fertig. 

Da wir zu jedem Rezept ein ganzseitiges Foto haben und entsprechend auch eine ganze Seite Platz für die Rezept-Beschreibung da ist, war hier einfach der Text zu kurz. Das hübsche Foto mag ich euch aber nicht vorenthalten. 

Alle weiteren meze (türkische Vorspeisen), die ihr auf dem Bild oben seht, haben es aber ins Kochbuch geschafft, schmecken köstlich und sind trotz etwas längerem Rezepttext supereinfach zuzubereiten. Versprochen! 

7. November 2013

Zimt-Gebackenes


Zimtschnecken-Rezepte geistern ja sobald es kälter wird durch (fast) alle Food-Blogs - und auch ich hab mich sehr gerne anstecken lassen. Auf Katharinas "Esskultur"-Blog habe ich dieses schön einfache Rezept gefunden und gleich ausprobiert. Ich habe fast nix verändert außer zum Zimt noch zwei Teelöffel Ingwerpulver hinzugegeben. Sehr köstlich! 

Die Lust auf zimtiges Gebäck war also geweckt - und ging mit einem Rezept aus dem Smitten Kitchen Kochbuch (hatte ich schon erwähnt, dass es toll ist?!) gleich in die nächste Runde: gooey cinnamon squares. Definitiv ein guter Schnecken-Ersatz! Man sieht's den kuchigen Schnittchen nicht an, aber sie bestehen aus zwei Schichten und das macht die Sache interessant beziehungsweise doppelt lecker! 



Hier geht's zur Rezept-Druckversion. 


26. Oktober 2013

Rote Bete Salat


Für sich alleine kochen ist öde, sagen viele. Ich finde, das stimmt nur bedingt. Ab und zu mag ich das nämlich sehr gerne. Dann gibt es leckere Sachen, die der Mann nicht mag (Rote Bete zum Beispiel). Oder von denen er nicht satt wird (Salat zum Beispiel). Bei meinem letzten Alleine-Essen gab es dieses farbenfrohe Vitamin-Bömbchen. Und die Kombi könnte sich wirklich zu meinem neuen Winterschmaus-Favoriten mausern. Gerade auch weil dieser Salat viel Eisen enthält - daran fehlt es meiner kleinen Co-Bloggerin nämlich. Noch ein Grund mehr also zum regelmäßigen Auftischen. 

Ihr braucht:
gekochte rote Bete * Karotte * Kichererbsen * Feta * Petersilie * Mandeln  

Das Dressing ist eine einfache Salatsauce aus Zitronensaft, Honig und Olivenöl sowie ein paar aufgetauten, zerquetschten TK-Himbeeren. 

Weitere schöne Salate gibt's auch hier zu gucken. 

Und wie salatet ihr in den kalten Monaten am liebsten? 


1. Oktober 2013

Süßer Brotauflauf


Seit ich in Istanbul lebe, hat mein Brotkasten quasi einen Dauerbewohner: altes Weißbrot. Das liegt zum einen an den wenigen Alternativen - man hat die Wahl zwischen großem und sehr großem Fladen- und normal großem Stangenbrot. Eine Stange kostet tatsächlich nur ein Lira, also derzeit 36 Cent. Klar springt da auf dem Nachhauseweg mal eben ein Brot mit in die Handtasche, wiegt ja auch nichts im Vergleich zu so einem Dinkel-Vollkorn-Trümmer. Die Türken essen im Schnitt pro Jahr an die 200 kg Brot. Die Deutschen kommen noch nicht mal auf halb so viel. Und das obwohl hier keiner auf die Idee einer Brotzeit kommen würde. Aber man isst hier einfach ständig und immer zu allem Brot: Zum Frühstück mit Oliven und Feta ein paar Scheiben, mittags stehen bei den kleinen Imbissen XL-Plastikboxen auf den Tischchen mit Unmengen geschnittenem Brot, aus denen sich jeder bedient. Und abends tunkt man sein Weißbrot in all die leckeren Joghurt-Mezze. Da kommt schon was zusammen. Plus dann eben noch der Laib in meinem Brotkasten, der leider schneller hart wird als man gucken kann. Mein Lieblingsrezept für altes Brot ist dann dieser Auflauf à la armer Ritter beziehungsweise eher so eine Art fesches Burgfräulein. Funktioniert meist ohne vorheriges Einkaufen - und ist immer wieder ein Frühstücks-Hurra! 


Hier der Link zum Rezept-Ausdruck. 

24. September 2013

Karotten-Aufstrich


Habt ihr schon von "Möhrenpesto & Maronicreme" aus dem Thorbecke-Verlag gehört? Ein Buch, das ausschließlich Brotaufstrich-Rezepte vorstellt. Ich hatte es noch nicht in der Hand, aber bei Valentina wird es so gelobt, dass ich es insgeheim schon auf meine Haben-wollen-Liste gesetzt habe. 

Mein hier vorgestellter Aufstrich ist eigentlich eine türkische Mezze ("havuçlu yoğurt"), wird also mit vielen anderen Vorspeisen zum Dippen vor dem eigentlichen Hauptgericht gereicht. Ich finde, auf deutschem Vollkornbrot macht sich die Joghurt-Creme aber auch sehr gut. Ein leckeres Multi-Kulti-Schnittchen! Das Rezept findet ihr hier auf meiner Istanbul-Seite. 

11. September 2013

Dicke Bohnen Kartoffel-Quiche


Ich bin ein wenig im Verzug. Leider, denn die dicken Bohnen sind schon auf dem Weg in die Saison-Pause, dabei wollte ich euch noch gerne diese Quiche mit Kartoffel, Ricotta und "decke Bunne" (wie der Kölner so schön sagt) ans Herz legen. Wenn ihr auf dem Markt keine mehr findet, könnt ihr das Rezept aber trotzdem machen, denn die kleinen grünen Knubbel gibt es ja auch tiefgekühlt. An der Quiche mag ich besonders, dass sie keinen klassisch mürben Boden hat (extra Teig machen und blind backen entfällt also praktischerweise). Eigentlich ist es auch viel mehr ein Kartoffelkuchen. In jedem Fall ein leckeres Plätzchen für die letzten dicke Bohnen der Saison. 


Und für alle, die das Rezept ausdrucken möchte, geht es hier entlang...


1. September 2013

Zucchini-Salat


Intern heißt dieser Salat bei mir vegetarischer Wurstsalat, weil er dem von mir heiß geliebten, klassisch badischen Wurstsalat mit in Streifen geschnittener Lyoner zumindest optisch ähnelt. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, ich weiß, aber im Ausland fern aller Heimat-Genüsse entwickelt man so manche Marotte (fragt mal meine Gäste, was die so alles in ihrem Koffer zu mir schmuggeln müssen - literweise Malzbier, frischer Spargel & Kilos von Müsli, um nur einige Sachen zu nennen). 

Der Zucchini-Salat ist also weder reich an Wurst noch hat er was Badisches, viel mehr kommt er unprätentiös mediterran daher und macht als spätsommerlicher Begleiter zu den letzten Grillwürstchen der Saison eine gute Figur auf der Zunge. 


Hier kommt ihr zum Rezept-Ausdruck. 


22. August 2013

Gefüllte Melone


Warme Honigmelone mit Fleischfüllung? Ihr mögt jetzt skeptisch eine Augenbraue heben, aber ich kann nur dafür plädieren der ungewöhnlich klingenden Kombi eine Chance zu geben: Das orientalisch mit Nüssen und Sultaninen gewürzte, leicht scharfe Hackfleisch passt wirklich ziemlich gut zur melonigen Süße. Eines meiner liebsten Sommergerichte - und bei Gästen übrigens immer ein Knaller! 

Das Rezept findet ihr hier auf meiner Istanbul-Seite. 

6. August 2013

Hähnchen-Bohnen-Salat




Ein Salat mit Fleisch und ohne mein klassisches Olivenöl-Zitrone-Honig-Dressing kommt mir eigentlich eher selten auf den Tisch. Bei diesem hier mache ich aber ne Ausnahme. Das weisse Milch-Mayo-Knobi-Dressing hat es in sich! Ein schöner Sommersalat, der an einem grillfreien Abend auch gerne mal die Hauptrolle übernehmen darf. 



Hier geht's zum Rezept-Ausdruck. 

6. Juni 2013

Ingwer-Mohn-Kekse



Lecker Widerstand. Die letzten Tage gab es hier einen starken Cocktail aus Angst und Wut. Wie viele von euch wissen, lebe ich seit eineinhalb Jahren in Istanbul. Und wie ihr vielleicht verfolgt habt, ist die Situation hier und auch in der ganzen Türkei gerade nicht ganz einfach. Ich mag da jetzt gar nicht im Detail drauf eingehen, das würde zu weit führen... Aber wer möchte, kann in den Kommentaren Fragen stellen, die ich dann gerne beantworte. 

Jedenfalls wohne ich fünf Laufminuten vom Taksim-Platz entfernt und bin derzeit mitten im Geschehen. Der Gezi-Park ist momentan fest in der Hand der Protestler und allabendlich strömen Tausende Menschen dorthin, um friedlich gegen Erdogans repressiven Führungsstil zu protestieren. Das Ganze hat tatsächlich Festival-Charakter - und kulinarisch gibt es die gesamte türkische Streetfood-Bandbreite zu kosten: Von frisch geröstetem, salzigem Popcorn über Fisch- oder Köfte-Sandwiches bis hin zu Maiskolben, Zuckerwatte, Gözleme und mit Reis gefüllten Muscheln ist einfach alles zu finden. Mein Lieblingssnack: die riesigen Wassermelonen-Stücke und die kleinen Gurken, frisch geschält und gesalzen sind sie die perfekte Sommererfrischung. 


Normalerweise brauchen die Strassenverkäufer eine Lizenz, da sich aber um die Gegend des Taksim-Platzes seit Tagen kein Polizist mehr hingetraut hat, schert das auch keinen. Und die Leute freuen sich und futtern sich neben Zelten und Kundgebungen fröhlich durch den Park - vorbei an Ständen mit Türkei-Flaggen, Anonymous-Masken und Taucherbrillen (gegen das Tränengas). Und wer nicht mag, muss auch kein Geld ausgeben, um satt zu werden, denn im Park gibt es auch kleine provisorische Häuschen, in denen Essensspenden von Supermärkten und Bäckereien gesammelt werden. Wirklich rührend ist, dass auch die Anwohner selbst kochen und backen was das Zeug hält und die Leckereien vor Ort verteilen. Da wollte ich natürlich mitmachen. Gestern nachmittag habe ich mich dann an eine Riesenportion Keks-Teig gemacht und fleissig ausgestochen und auch beschriftet. Tatlı çapulcu steht jetzt auf den Ingwer-Mohn-Keksen. Tatlı heisst süß und çapulcu direkt übersetzt heisst Plünderer. So nannte Erdogan nämlich die Demonstranten anfangs. Daraus ist dann eine neue englische Wortschöpfung entstanden, nämlich to capull, das so viel heisst wie für Gerechtigkeit kämpfen - mehr darüber könnt ihr hier erfahren. 


Und hier kommt das Rezept für die revolution cookies. Ich habe die zu Weihnachten schon mal gebacken, finde aber, dass die sich auch zur warmen Jahreszeit gut machen. Im Park wurden sie mir jedenfalls aus den Händen gerissen. 

Für ca. 30 Stück:

> 2 TL fein gehackten, frischen Ingwer
> 1 TL Ingwerpulver (alternativ mehr frischen Ingwer)
> 1 TL Mohn
> 75 g weiche Butter
> 125 g Zucker
> Mark einer Vanilleschote
> 1 Ei
> 2 EL Milch
> 275 g Mehl

1 Vereinigung. Butter, Zucker, Vanillemark, Mohn, Ei, Milch und Ingwer(pulver) gut vermischen. Dann das Mehl unterkneten.

2 Formsache. Den Ofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Formen ausstechen. 

3 Hitzezufuhr. Dann auf ein Blech mit Backpapier legen und bei 175 Grad 10-15 Minuten backen. Sobald sie eine ganz leichte Bräunung haben, rausnehmen. 

Rezeptquelle: Küchengötter (leicht abgewandelt)
Dauer: etwa eine Stunde



10. Mai 2013

Zitroniger Polenta-Himbeer-Kuchen




Der Mais macht‘s. Wer wie ich gerne Polenta mag, wird auch diesen einfachen Kuchen mögen. Die Füllung könnt ihr natürlich variieren: Erdbeermarmelade oder frische Sahne kann ich mir auch sehr gut vorstellen. 

Für eine normal grosse Kranzform braucht ihr:

> 250 g Polenta
> 175 g Mehl 
> 1 1/2 TL Backpulver
> 1 TL Salz
> 250 g Zucker
> 2 Eier 
> 2 Eiweiße
> 60 ml Olivenöl
> 2 TL weiche Butter
> 125 ml fetten Joghurt 
> abgeriebene Schale von einer Zitrone
> Saft einer halben Zitrone
> 3 TL Mohn
> 1/2 Packung TK-Himbeeren

1 Alles Trockene zusammen. Polenta, Mehl, Salz und Backpulver mischen. 

2 Alles Feuchte zusammen. Eier, Eiweiße und Zucker in einer anderen Schüssel cremig schlagen. Öl, Joghurt, Butter, Mohn, Zitronensaft- und -schale dazugeben. 

3 Alles zusammen. Die Mehlmischung mit den flüssigen Zutaten vermischen. Den Teig in die gefettet Backform geben.  

4 In den Ofen. Bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) für 35-40 Minuten backen. 

5 Fertig. Abkühlen lassen, horizontal durchschneiden, mit den aufgetauten Himbeeren füllen und den Deckel wieder drauf setzen. 

Rezeptquelle: Family Style Food Blog (leicht abgewandelt). 
Dauer: 30 Min. aktiv, 30 Min. passiv.



2. Mai 2013

Erdbeer-Clafoutis


Mmmhh, Erdbärlein. Sagt meine kleine Nichte immer, wenn die roten Früchtchen verlockend vor ihr auf dem Teller liegen. Diesen Erdbeer-Clafoutis habe ich ihr noch nicht gemacht, wird ihr aber bestimmt so gut schmecken wie der Tante selbst. Ich überlege nur, wie ich ihr den verkaufe: Ofeneierkuchen, Erdbeer-Auflauf? Der Name müsste auf jeden Fall so einfach sein, wie das Rezept... 

Für eine kleine Kuchenform: 
> 8 schön reife Erdbeeren
> 1 TL (brauner) Zucker
> Extra: 2 TL gehackte Nüsse (Haselnüsse, Pistazien oder Mandelblättchen)

Für den Teig
> 3 EL Mehl
> 2 Eier
> 3 EL Zucker
> 150 ml Milch
> 1/2 TL Vanillezucker

1 Mischen. Alle Teigzutaten mischen und zur Seite stellen. 

2 Schnibbeln. Erdbeeren waschen und in Scheiben schneiden. 

3 Heizen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. 

4 Auslegen. Eine kleine, runde Kuchenform (Durchmesser ca. 18 cm) mit etwas Butter einfetten und mit dem einen Teelöffel Zucker ausstreuen. Wer mag, gibt jetzt noch die Nüsse dazu. Den Boden mit den Erdbeerscheiben auslegen. 

5 Giessen. Dann den Teig in die Form giessen, das Ganze für ca. 20-30 Minuten backen.

Am besten warm geniessen und vorher etwas Puderzucker drüber geben. 

Rezept-Inspiration: Jamie Oliver - da war es natürlich der Klassiker mit Kirschen.
Dauer: ne fixe halbe Stunde. 


11. April 2013

Apfelkuchen à la Julia




Vor lauter Wald... Kuchen backen? Au ja! Nur welchen? Mmmhh... Rosmarin-Pinienkern-Küchlein, Caribbean Gingerbread oder doch lieber den Maronen-Schokoladenkuchen? Bei der Rezeptsuche für süsses Backwerk habe ich ja irgendwie ein mangelndes Fokussierungsvermögen (gut auch auf meinem Pinterest-Board zu bewundern). Ich finde einfach alles lecker. Das macht die Entscheidung nicht leichter und schwupps sind des Sonntags zwei Stunden vorbei und ich sitze immer noch samt Laptop auf dem Sofa - mit zehn neuen unfassbar köstlichen Back-Rezepten. Leider sind jedoch zu keinem der ambitioniert aufwendigen Rezepte die Zutaten im Haus. Und es ist ja auch schon fünf. Eh zu spät zum Backen. Da gucken wir doch lieber mal, was es zum Abendessen gibt... Mjam. Lecker. Oh, noch leckerer. Das ist ja... Was? Schon halb sieben!? Mist und ich hab Hunger. Dann gibt es jetzt Spiegelei. Ich überlege ernsthaft, ob ich Pinterest wegen der für mich fatalen Kombination aus zu vielen Ideen und zu wenig Zeit verklagen soll. 

Dabei liegt das Gute manchmal so nah. Bei mir jedenfalls in Oldenburg. Da wohnt meine Freundin und die hat mir beim letzten Besuch diesen Apfelkuchen gebacken. Einen ganz einfachen Apfelkuchen. Das Rezept hat sie weder bei Pinterest gefunden noch bei Martha Stewart gegoogelt - es steht in ihrem karierten Notizheft mit dem schönen Titel „Julia kocht“. Und etwa in der Mitte des Heftchens gibt es den „Apfel-Gitter-Kuchen“. Und der ist so einfach und so gut. Und weil ich es dann doch nicht lassen kann, hab ich noch ein klitzekleines bisschen was verändert (Ingwer dazu, Nüsse und Nelken auch - ach ja und das mit dem Gitter habe ich nicht so ernst genommen). 


Für eine kleine (!) Kuchenform (18 cm):
Teig
> 150 g Mehl
> 100 g weiche Butter
> 80 g Zucker
> 1 Ei 
Belag
> 3 Äpfel
> Saft einer halben Zitrone
> eine Prise Zimt
Creme
> 1 Ei
> 1-2 EL Milch
> 3 TL Zucker
> eine Prise gemahlene Nelken
> ein Walnuss grosses Stück frischen Ingwer*, ganz fein gehackt
> eine Handvoll grob gehackte Haselnüsse

*Wer keinen Ingwer mag, nimmt Rosinen.

1 Mischen. Alle Teigzutaten mischen und gut verkneten. Zwei Kugeln formen - eine für den Boden, eine für das Gitter - in Folie wickeln und etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. 

2 Formen. Eine Teig-Kugel rausholen und auf mehliger Arbeitsfläche ausrollen. Die Kuchenform mit etwas Butter gut fetten. Dann den Teig in die Form legen und so andrücken, dass es einen Rand gibt. 

3 Schnitzen. Die Äpfel schälen und entkernen. In sehr feine dünne Scheiben schneiden. Auf den Teigboden legen und mit dem ausgepressten Zitronensaft übergiessen. Den Zimt darüber streuen. 

4 Giessen. Ofen vorheizen - auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze). Jetzt alle Creme-Zutaten mischen und das Ganze auf die Äpfel geben. (Nicht alles auf einmal reinschütten, wenn der Rand nicht hoch genug sein sollte, lieber weniger Creme draufgeben.) Oben drauf kommen dann noch die Haselnüsse.

5 Drapieren. Die zweite Teigkugel aus dem Kühlschrank holen. Kleine Stücke davon abreissen und daraus lange Würste formen. Diese dann einigermassen dekorativ auf dem Kuchen gittermäßig verteilen. 

6 Backen. Den Kuchen in den Ofen schieben (200 Grad) und 30-45 Minuten drin lassen. Dann rausnehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. 

Rezeptquelle: Von Julia. 
Dauer: Eine knappe Stunde. Plus zwei Stunden Kühlzeit. Plus Backzeit (30-45 Min). 

21. März 2013

Rote Bete Marmelade



Bye bye Bete. Bald hat sie keine Saison mehr die tolle Knolle. Drum wird sie konserviert beziehungweise konfitüriert: und das als Rote-Bete-Himbeer-Marmelade. Fürs Frühstück dann doch etwas zu heftig, aufs Käsebrot allerdings ziemlich köstlich. 

Ich habe 700 Gramm gekochte und klein geschnibbelte Rote Bete und 300 Gramm TK-Himbeeren gemischt. Als Gelierzucker gab es bei mir die 1:1 Version, das ist okay, kann mir aber auch vorstellen, dass es weniger süss mit 2:1 gut schmeckt. 

24. Februar 2013

Zimtaprikosen mit Ricotta


Sommer im Mund. Dem deutschen Schneematsch-Grau lässt geschmackstechnisch am besten mit Frucht aufm Teller die Stirn bieten, zur Not auch mit Trockenfrüchten, etwa Aprikosen. Lässt man die orangenen Fruchtknirpse eine Weile in zimtigem Orangensaft simmern und füllt sie anschließend mit cremigem, chili-scharfem Walnuss-Ricotta, hat man eine orientalische Vorspeise, die zumindest auf der Zunge ein paar Sonnenstrahlen tanzen lässt. 

Als Vorspeise für 4-6 Personen:
> ca. 200 g getrocknete Aprikosen
> 200 ml Orangensaft
> 1 EL Zucker
> 1/2 TL Zimt
> 1 rote Chilischote
> 50 g Walnusskerne
> 125 g Ricotta
> Cayennepfeffer
> frische Minzblätter für die Deko

1 Einkochen. Aprikosen mit dem Saft, Zimt und Zucker in einen Topf gehen und aufkochen. Dann für zehn Minuten vor sich hinsimmern lassen. 

2 Sirup machen. Die Früchte herausnehmen, leicht ausdrücken und beiseite legen. Der restliche Saft wird jetzt zu einem Sirup eingekocht, das dauert bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten. Am Ende sollten etwa drei Esslöffel übrig sein. 

3 Schnibbeln & hacken. Jetzt die Chili klein schneiden, die Kerne vorher entfernen. Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und danach klein hacken. 

4 Creme anrühren. Sobald der Sirup fertig und etwas abgekühlt ist, mit dem Ricotta vermischen. Walnüsse und Chili (ein paar davon zur Deko übrig lassen) unterrühren. Mit Salz, Cayennepfeffer und Zimt würzen.

5 Schlitzen. Die Aprikosen in der Mitte durchschneiden, aber nur bis zur Hälfte, damit man sie wie kleine Taschen füllen kann. Dann jede der Aprikosen mit einem Klecks Ricottacreme füllen. 

6 Kühlen. Jetzt noch für eine halbe Stunde ab in den Kühlschrank damit. Dann mit den restlichen Chili-Stückchen und Minzblättern bestreuen und servieren. 

Rezeptquelle: "Mezze - ein Genuss" von Bettina Matthaei und Mohamad Salameh. 
Dauern: ungefähr eine 3/4 Stunde plus Kühlzeit (1/2 Stunde)


12. Februar 2013

Kamillen Vodka Cocktail



Prost! Haben wir eigentlich schon angestossen? Ne, gell? Schon über zwei Jahre "Lecker Lezmi" und noch kein Cocktail am Start. Gibt's ja gar nicht. Das ändern wir doch mal schleunigst: Und zwar mit diesem tollen Tee-Cocktail. Passt gut in den verschnieften Winter. Kamille und Hochprozentiges töten garantiert hartnäckige Viren schon bei der Anreise ab. 

Für einen Cocktail braucht ihr: 
> einen Shaker
> 3 dicke Gurkenscheiben
> Scheiben einer halben Zitrone
> 25 ml selbst gemachten Kamillenteesirup 
> 40 ml Vodka
> ein paar Eiswürfel
> Sprudel 
1 Sirup machen. Drei Kamillen-Teebeutel mit 200 ml Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. 200 g Zucker dazu geben, umrühren, abkühlen lassen. Fertig. 

2 Cocktail shaken. Gurke, Zitrone, Sirup, Vodka und Eis in den Shaker geben und zehn Sekunden gut schütteln. Dann ab in ein grosses Glas und mit Sprudel auffüllen. Strohhalm rein. Anstossen. Trinken.


Rezeptquelle: Leon - Natürlich Fast Food von Henry Dembleby & John Vincent
Dauer: Viertelstunde


30. November 2012

Hilda

Da ist sie! Hilda ist online. Endlich! Klickt euch schnell durch das eMag - ich bin zu gespannt, wie es euch gefällt. Ergänzend gibt es auch eine schlichte Version zum Ausdrucken, die findet ihr hier. Viel Spass beim Schmökern! 

*** Das Sweet Paul Abo ist verlost und geht an Lui. Herzlichen Glückwunsch! ***




iPad-User bitte hier entlang... 


14. November 2012

Kartoffelbrei-Auflauf mit Hack




Hackfleisch-Therapie. Momentan sehe ich nur noch Plätzchen. Das Layout für Hilda nimmt mich ganz schön in Beschlag: Ehrlich, mir schwirrt schon der Kopf vor lauter Makronen und Lebkuchen. Drum hier zwischendurch mal was Vernünftiges, garantiert ohne Zucker und komplett ohne weihnachtliche Attitüden. Der Auflauf läuft - ganz im Gegensatz zu unseren Plätzchen - auch keine Gefahr einen Schönheitspreis abzuräumen. Wie gesagt, was Bodenständiges. Dazu gibt‘s Salat und Petersilienpesto. Und als Dessert vielleicht eine Feigen-Pistazien-Makrone. Mal sehen...

Zutatenliste für 4 grosse Portionen
> 2 Zwiebeln
> 1 Knoblauchzehe
> 1 Bund Petersilie
> 100 g Speck
> 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
> 500 g Rinderhack
> 100 g Butter
> 1 EL Pinienkerne
> 2 EL Kräuter der Provence
> 3 EL Semmelbrösel
> Abrieb von einer kleinen Zitrone
> 140 ml Milch
> 50 ml Sahne
> Muskat

1 Hacken & Schälen. Zwiebeln, Knoblauch und Speck fein würfeln. Die Petersilie hacken. Kartoffeln schälen, halbieren und weich kochen. 

2 Fleischbehandlung. Während die Kartoffeln kochen, in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Speck leicht anbraten. In eine kleine Schüssel füllen, Pfanne mit etwas Küchenpapier auswischen und dann in etwas Öl das Fleisch unter ständigem Rühren anbraten. Salzen & pfeffern. Einen Klecks Butter, die Pinienkerne und die Zwiebelmischung dazugeben. Kurz weiter anbraten. Kräuter der Provence, Zitronenschale und einen (!) Esslöffel der Semmelbrösel beimischen. Vom Herd nehmen. 

3 Breiherstellung. Kartoffeln checken, wenn sie weich sind, abgießen und beiseite stellen. Milch und Sahne in einem kleinen Topf leicht erwärmen und etwas Salz und frisch geriebener Muskatnuss dazugeben. Den Ofen auf 180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Die Kartoffeln in einem grossen Topf grob stampfen und dann die Sahne-Mischung dazu gießen und alles vermischen.

4 Schichtarbeit. Eine Auflaufform buttern und den Boden mit einer Schicht Kartoffelbrei einstreichen. Darauf das ganze Hackfleisch geben und darauf wiederum den Rest Kartoffelbrei verteilen. Die restlichen Semmelbrösel draufstreuen und zuletzt ein paar Flöckchen Butter drauf tun. 40 Minuten backen. 

Rezeptquelle: essen und trinken (6/2010)
Dauer: eine halbe Stunde plus 40 Minuten Backzeit


29. Oktober 2012

Spinatsalat mit Tofu


Spinat Asia-Style. Frischen Spinatsalat finde ich immer wieder ne leckere Angelegenheit. Mit Radieschen und Apfel wird's auch noch schön fruchtig-knackig. Sesam und in Honig-Sojasauce eingelegter und dann gebratener Tofu (ich will den ab jetzt immer nur noch genau so!) bringen einen Hauch Exotik ins Spiel. Mmmh. Das Rezept habe ich von essen & trinken. Ich hab's komplett übernommen. Hier der Link. Lasst es euch schmecken!


23. Oktober 2012

Aprikosensauce




Fruchtig orientalisch. Die Aprikosenzeit ist ja nun leider schon was her. Aber in getrockneter Form sind sie auch nicht zu verachten. Man kann daraus zum Beispiel diese tolle Sauce machen. Sehr einfach und schnell geht das! Bei mir gab es dazu Bulgur mit etwas gemahlenen Pistazien drunter und Hühnchenfilet mit Füllung. Dazu einfach das gesalzene Filet aufschneiden, ne getrocknete Feige oder Dattel rein (eventuell vorher noch eine Walnuss in die Frucht stecken), dann mit Zahnstochern fixieren, kurz in der Pfanne von beiden Seiten braten und eine Viertelstunde bei 180 Grad in den Ofen. Die Sauce geht wie folgt... und ist übrigens auch ne Wucht zu Garnelen. 

Zutatenliste für vier Personen: 
> 100 g getrocknete Aprikosen
> 2 Schalotten
> 200 ml Fleischbrühe (Gemüsebrühe geht auch)
> 1 kleinen Zweig Rosmarin
> 1 TL Granatapfelsirup (gibt's beim Türken und heisst: Nar Eksisi Sosu - der Kauf lohnt sich!)

1 Schnibbelarbeit. Aprikosen und Schalotten klein schneiden. Rosmarin fein hacken und zur Seite stellen.

2 Ab in die Pfanne. Schalotten in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Aprikosen dazu. Zwei Minuten dünsten lassen und immer wieder rühren. Mit der Brühe ablöschen. Ne Viertelstunde köcheln lassen. 

3 Pürierstab in Aktion. Jetzt die Sauce in ein hohes Gefäss füllen, den Granatapfelsirup dazugeben und einmal pürieren. Salzen und pfeffern. Wer mag, gibt noch etwas Cayennepfeffer oder Chili dazu. Zum Schluss den Rosmarin reingeben. 

Rezeptquelle: "Mezze - Ein Genuss" von Bettina Matthaei und Mohamad Salameh. 
Dauer: circa 25 Minuten.